Das Zinstief in Deutschland nutzen
Die Zeiten für Bauherren sind immer noch günstig. Während Mitte der 90er Jahre bei einer Immobilienfinanzierung zum Teil mehr als 8 oder 9 Prozent Zinsen gezahlt werden mussten, liegen die Konditionen heute bei fast allen Banken deutlich unter 5 Prozent. Das gilt auch für langfristige Zinsvereinbarungen. Deshalb sollten Baukreditkunden sich diese günstigen Zinsen gleich für 20 oder 25 Jahre sichern. Bei einer Finanzierung über 150.000 Euro macht ein Zinsunterschied von 4 Prozent im Vergleich zu 1995 immerhin 6000 Euro weniger Kreditkosten im Jahr aus.
Rückzahlung als Annuität
Ein Immobilienkredit wird meist auch als Annuitätendarlehen bezeichnet. Die Annuität umschreibt dabei die jährliche Zins- und Tilgungsleistung. Praktisch bedeutet dies, dass zum Zinssatz noch ein Tilgungsanteil von anfangs 1 Prozent hinzukommt. Bei einer Kreditsumme von 150.000 Euro und einem Zinssatz von 4,5 Prozent beträgt die Annuität pro Jahr 5,5 Prozent bzw. 8.350 Euro im Jahr oder 687,50 Euro im Monat. Der Tilgungsanteil verringert den Restkreditbetrag immer weiter, so dass der Zinsanteil in der Annuität sinkt und damit der Tilgungssatz erhöht wird. Um die Kreditkosten möglichst gering zu halten, kann ein Teil der Kauf- oder Bausumme aus eigenem Vermögen eingebracht werden.
Sicherheiten für die Bank
Als Sicherheit für einen Immobilienkredit wird für die Bank eine Grundschuld in Höhe der Kreditsumme im Grundbuch eingetragen. Damit hat das Finanzinstitut das Recht, die Immobilie und den Grund und Boden zu verkaufen, wenn der Kredit nicht zurückgezahlt werden kann. Aus der Verkaufssumme wird dann der Kredit abgelöst. Sollte der Verkauf einen höheren Erlös erzielen, erhält der Kreditnehmer den Mehrertrag ausgezahlt.